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Laminat

Laminatfußböden

Was ist eigentlich Laminat? Laminat ist schon seit einiger Zeit in aller Munde. Es beschreibt einen Fußbodenbelag, der einfach zu verlegen ist und je nach Klassifizierung hochstrapazierfähige Eigenschaften besitzt. Der Name Laminat bezeichnet im Wesentlichen einen mehrschichtig aufgebauten Schichtpress-Stoff (duroplastischer Kunststoff stark vernetzt, chemikalien- und witterungsbeständig), der durch Einflüsse wie etwa Alkohol oder Wärme seine Struktur nicht verändert.
Solche Duromere sind sehr abriebsfest und bilden durch einen ausgewogenen Mehrschichtaufbau die Nutzschicht des Laminatparkettbodens, welche auf eine HDF E1 Platte (hochverdichtete Holzfaserplatte der Emmisionsklasse 1) aufgeleimt werden.
Diese als Trägerplatte bzw. Mittellage fungierende HDF (E1) gibt es in verschiedenen Ausführungen, bei einigen Herstellern wird diese quellvergütet/hochquellvergütet angeboten. Bei normalen HDF-Mittellagen (Kernmaterial) ist die Quelleigenschaft (meist im Kantenbereich) höher. Dies kann ein Aufquellen der Trägerplatte beim Eindringen von Feuchtigkeit an den Stoßfugen zur Folge haben. Da beim Click-System keine Verleimung der Verlegeelemente stattfindet, ist das hier von besonderer Bedeutung. Die Schädigung beim Eindringen von Feuchtigkeit ist irrreparabel und wird auch durch Austrocknen nicht mehr beseitigt. Deshalb ist es wichtig, dass man einen Laminatfußboden wie einen Holzfußboden behandelt und ihn nur nebelfeucht wischt, auch wenn die Kanten der Verlegeelemente imprägniert sind!
Als unterste Schicht dieses Bodenbelags wird eine preisgünstigere Laminatschicht (Gegenzug) aufgeleimt. Mittlerweile gibt es auch Ausführungen mit integrierter Trittschalldämmung, einer aufkaschierten Dämmunterlage.
Wieso sieht ein Laminatparkettboden fast so aus, als wäre es ein echter Holzfußboden? Durch die aufwändige Herstellungstechnik mit z.T. strukturierter Oberfläche ist ein Laminatfußboden nur noch von einem Profi als solcher zu erkennen. Für den mehrschichtigen Aufbau kommt als unterste Schicht ein Dekorlaminat und Kraftpapier zum Einsatz, diese werden durch Reproduktion (es wird ein echter Holzfußboden abfotografiert) und dieses Foto wird in hochmoderner Drucktechnik auf diese Dekorlaminate/Kraftpapiere aufgedruckt, über diese Schicht kommt als Nutzschicht ein so genanntes Overlay, meist spezialimprägniert (widerstandsfähige Schutzschicht) aus z.B. durchsichtigem Melaminharz. Laminatparkettböden werden in verschiedenen Nutzungsklassen angeboten, bei deren Klassifizierung Schlagprüfungen, Kugelfalltests und Kratzfestigkeit durchgeführt werden.



A U F B A U S C H I C H T E N   V O N   L A M I N A T 



Ü B E R S I C H T   D E R   N U T Z U N G S K L A S S I F I Z I E R U N G   V O N   L A M I N A T : 



Die Dekorvielfalt von Laminat ist sehr groß, so werden alle gängigen Holzarten reproduziert und in Schiffs- oder Dielenbodenoptik angeboten, auch verschiedene Oberflächen sind erhältlich so z.B. :

- Oberfläche ohne Struktur oder mit leichter Pore, die Oberfläche weist feine regelmäßige Vertiefungen auf.

- „Matt“ schafft eine Optik, die an geölte Parkettböden erinnert.

- „Strukturiert“ fühlt sich wie die Maserung von echtem Holz an.

- „Keramik, Schiefer, Granit, Terrakotta oder Fliesenoptik".

Es gibt auch Ausführungen mit 2 mm starkem Linoleumbelag oder mit integriertem Heizsystem.
So erhalten Sie eine Fußbodenheizung mit geringem Aufbau und können warme und kalte Bereiche problemlos kombinieren (Aufheizzeit ca. 10 Min, behördlich zugelassen) und für alle Unterlagen geeignet.

Laminat kann schwimmend verlegt oder aber auch vollflächig verklebt werden.
(jedoch sind nicht alle Click-Böden zur vollflächigen Verklebung zugelassen, beachten Sie hierzu bitte die Herstellerangaben!)

Wohin geht der Trend bei Laminatfußböden?
Zwei Designtrends prägen zur Zeit die Situation am internationalen Laminatboden-Markt:
1. Die Optimierung der Oberfläche durch modernen Porensynchrondruck.
2. Direkt bedruckte Laminatböden mittels indirektem Tiefdruck.

Das Oberflächendesign konventionell hergestellter Laminatoberflächen wird immer perfekter und raffinierter, dabei stehen Holzdekore weiterhin im Vordergrund, wobei der Trend zu dunkleren Holzarten wie Nussbaum, Wenge oder Merbau geht.
Neben Fliesendekoren, Granit oder Schiefer werden Kreativdekore wie etwa Dekor Streifen blau oder grün bzw. andere Fantasiedekore z.B. Blumen vermehrt produziert.
Bei den Formaten setzen sich immer mehr Zweistabdielen oder Landhausdielen (1-Stab) durch. Mit 70-80 mm werden die Dielenbreiten zunehmend schmaler bei einer Länge von 400-1300 mm. Auch extreme Langformate wie 2005 x 200 mm werden immer interessanter.
Für Holzreproduktionen mit ruhiger, eleganter Struktur werden matte Oberflächen bevorzugt, bei rustikalen oder antiken Oberflächen werden hingegen gebürstete oder geschruppte Strukturen eingesetzt. Deutliche Maserung und hoher Kernanteil unterstreichen die natürliche Optik. Dabei können einzelne Laminatboden-Dielen durchaus farbliche Unterschiede zeigen, was den natürlichen Charakter unterstreicht.

Beim Herstellungsprozess wird das Direktdruckverfahren von den großen Laminatherstellern forciert entwickelt. Sie investieren in sehr große Produktionsanlagen, bei denen der Bodenbelag nicht wie bisher durch ein Overlay geschützt ist, sondern die direkt bedruckte Oberfläche durch eine UV-gehärtete Hartlackschicht Schutz findet. Das ermöglicht eine noch größere Produktionsvielfalt, statt zwei- wird hier vierfarbig bedruckt.

Dabei wird noch nicht ganz die Abriebsfestigkeit vom Dekordrucklaminnat "HPL - Oberfläche" (Hight Pressure Laminate) erreicht, dafür soll der Boden eine geringere Geräuschentwickling und elektrostatische Aufladung hervorbringen.

Soviel zum derzeitigen Stand der Technik (17.09.2006), im Laufe der Zeit wird sich hier noch einiges ändern.


L A M I N A T   O N L I N E   K A U F E N 


I N   U N S E R E M   O N L I N E S H O P   " H O L Z M E E R "   K E I N   P R O B L E M ! 

Dort erhalten Sie auch das nötige Zubehör wie Parkett-,Trittschallunterlagen, Sockelleisten, Anpassungs-, Übergangsprofile u.v.m.
Auch Laminat-Muster können dort bestellt werden.




L A M I N A T - P F L E G E 

Für die Pflege von Laminatböden gibt es dafür speziell abgestimmte Produkte wie z.B. den IRSA Laminat-Reiniger.


I R S A   P F L E G E A N W E I S U N G   F Ü R   L A M I N A T B Ö D E N   Z U M   D O W N L O A D 

Pflegeanweisung:irsalaminatpflegeanweisung.pdf [282 KB]
Inhaltsstoffe:irsalaminatreinigerpublic.pdf [57 KB]


T I P P S   Z U R   S C H Ö N E R H A L T U N G   V O N   L A M I N A T - O B E R F L Ä C H E N 

Richten Sie vor Ihrem Eingangsbereich eine Sauberlaufzone ein (Fußmatten/Abstreifer)
Achten Sie bei Bürostühlen, Sesseln, Rollcontainern auf parkettgeeignete Rollen, diese sind zweifarbig und tragen die Aufschrift EN1 529
Entfernen Sie auftretenden Schmutz ,Sand, Steinchen usw. möglichst schnell mittels Staubsauger mit geeigneter Saugdüse oder Handfeger
Achten Sie darauf, dass Ihre Zimmertüren ausreichend Luft zwischen Türblatt und Bodenoberfläche haben, mind. 5 - 7 mm (nach DIN 7 mm) ein andauerndes Streifen des Türblatts schädigt den Bodenbelag, insbesondere wenn Sand oder Steinchen unter das Türblatt kommen.
Bestücken Sie Ihre Sessel und Stühle mit selbstklebenden Filzgleitern und erneuern Sie diese, wenn Abnutzungserscheinungen auftreten regelmäßig. (In Baumärkten sind auch ideale Zuschnittplatten erhältlich in den Farben schwarz oder weiß)
Vermeiden Sie möglichst Stöckelabsätze
Vermeiden Sie unnötiges Möbelrücken/schieben
Wenn Flüssigkeiten auslaufen, entfernen Sie diese baldmöglichst
Achten Sie auf ein gutes Raumklima mit einer Luftfeuchtigkeit nicht unter 45% und über 65%
Überschwemmen Sie Ihren Boden bei der Reinigung niemals mit Wasser, ein Eindringen von Flüssigkeiten an den Stoßfugen kann Ihren Laminatboden dauerhaft schädigen (auf ein gutes Auswringen des Wischtuches achten "nebelfeucht")
Vermeiden Sie direktes Abstellen von Pflanzenkübeln auf der Bodenoberfläche (Auslaufen beim Gießen oder undichte Übertöpfe)
Verwenden Sie ein geeignetes Reinigungs-, Pflegemittel
Keine Garantie auf Vollzähligkeit der Aufzählung


V E R L E G U N G   V O N   L A M I N A T   ( S C H W I M M E N D E   V E R L E G U N G ) 

Wir empfehlen den Ausbau von Altbelägen (entfernen Sie diese rückstandslos), alten Teppichbelägen, auch niederflorig (hochflorige Teppichbeläge müssen ausgebaut werden)
Entfernen des Teppichrückens (Moosgummi) und Kleberrrückstände des Altbodenbelags durch Abschaben (strippen) oder Abschleifen usw.
Hartbeläge, alte Holzböden, Fliesenbeläge oder PVC-Beläge können in der Regel belassen werden
Überprüfen Sie den Unterboden/Estrich auf Ebenheit und gleichen Sie diesen ggf. durch geeignete Spachtelmassen aus (u.U. mit Voranstrich/Haftgrundierung)
Der Unterboden muß trocken und sauber sein (siehe auch geeignete Untergründe bei Parkettböden)
Entstauben des Unterbodens mittels Staubsauger
Verwenden Sie eine Dampfsperre z.B. PE-Folie min. 0,2 mm als Feuchtigkeitssperre unter der Trittschallunterlage bzw. eine Unterlage mit integrierter Dampfsperre, die Stoßfugen der Dampfsperre überlappen lassen ca. 20 cm und mit geeignetem Klebeband (z.B. doppelseitig verkleben)
Einbringen einer druckstabilen Parkett/Laminatunterlage, wenn auf dem Laminatboden keine bereits aufkaschierte Trittschallunterlage vorhanden ist
Bei der Verwendung von Übergangsprofilen/Überbrückungsprofilen/Abschlußprofilen müssen zuerst die Grundprofile angeschraubt oder verklebt werden (Vorsicht bei im Estrich befindlichen Heizungsrohren!)
Fußbodenoberflächentemperatur muß mindestens 15 Grad C betragen
Lufttemperatur min. 18 Grad C
Luftfeuchte max. 75 %
Laminat-Pakete 48 Std. vor der Verlegung in ungeöffneter Verpackung in dem zu verlegenden Raum akklimatisieren
Vor dem Verlegen jedes Element auf Fehler überprüfen. Für eingebaute Verlegeelemente können keine Kosten erstattet werden
Bei gewerblicher Nutzung ist meistens eine Verleimung der Steckverbindung erforderlich (Herstellerangaben beachten!) - nicht bei imprägnierten Kanten möglich!-
Bitte in Originalverpackung vorsichtig transportieren
Lassen Sie zu allen angrenzenden Bauteilen genügend Luft ca. 10 - 15 mm
Auch an Heizungsrohren, es sind passende Abdeckrosetten erhältlich
Untersägen Sie die Türbekleidung/Türfutter
Seien Sie vorsichtig im Umgang mit Holzbearbeitungsmaschinen!
Arbeiten Sie grundsätzlich nach der beigefügten Verlegeanleitung des Laminat-Herstellers
Normaler Laminat-Fußboden ist nicht geeignet für Naßräume z.B. Badezimmer, Saunas ect. und in Objekten ohne geeignete Sauberlaufzone hinsichtlich Sand, Schnee, Nässe usw.
Verwenden Sie nur Laminat der entsprechenden Beanspruchungs-Klassen passend für Ihre Räumlichkeiten, je höher die Klassifizierung, desto besser (siehe Grafik oben)
Laminat ist in der Regel gut geeignet für Fußbodenheizung (Warmwasser-Fußbodenheizung), achten Sie hierbei auch auf eine für Fußbodenheizung geeignete Parkett/Laminat-Trittschallunterlage (Herstellerangaben beachten)
Zur Feuchtemessung (Cm-Messung) des Estrichs bei Fußbodenheizung müssen Meßpunkte vorhanden sein. Vor der Verlegung muss eine Aufheizung nach dem Aufheizprotokoll durchgeführt werden.
Nach dem Verlegen des Laminatbodens können nun die Sockelleisten angebracht und die Übergangsprofile aufgesetzt werden
Beachten Sie die Pflegeanleitung des Herstellers! (siehe auch Tipps zur Schönerhaltung von Laminat oben)


Die obige Auflistung von Punkten, die es bei der schwimmenden Verlegung zu beachten gilt, stellt keine verbindliche Verlegeanleitung dar (Verlegeanleitung des Herstellers befolgen!). Es handelt sich hierbei nur um Tipps!!!
Eine vollflächige Verklebung von Laminat sollte von einem Fachmann ausgeführt werden!


A N D E R E   A R T E N   V O N   L A M I N A T   /   S C H I C H T P R E S S - S T O F F 

Auf unterer Bildgrafik sehen Sie noch andere Arten von Laminat/Schichtstoff, auch als HPL (High Pressure Laminat) oder CPL (Continuous Pressure Laminat) bekannt
- aufgerollt ca 1,2 mm stark vor der Aufleimung/Verklebung eines entsprechenden Trägermaterials z.B. (Span,- MDF,- HDF,- Sperrholz oder Tischler/Stäbchenplatte u.a.) welches Anwendung bei der Herstellung von Küchenfronten, Küchenarbeitsplatten,Theken, Labormöbeln, Tischplatten, Fenstersimsen usw. findet. Die erhältliche Dekorvielfalt ist sehr groß
- als Vollkernplatte 6 mm stark (es gibt auch 8 mm, 10 mm Vollkernplatten), die in den Farben grau, weiß und braun kurzfristig lieferbar sind. Andere Farben und größere Stärken sind auf Bestellung ab einer gewissen Abnahmemenge auch erhältlich. Diese Vollkernplatten finden z.B. Anwendung in Naßräumen, im Sauna/Schwimmbadbereich oder als Verkleidungen im Freien u.a.
- CPL wird auch zur Beschichtung von Zimmertüren/Zargen verwendet




P O S T F O R M I N G 


Auf dem oberen Bild sind HPL beschichtete Platten erkennbar wie sie z.B. als Küchen-Arbeitsplatten oder Fenstersims Verwendung finden. Die abgerundeten Kanten werden im so genannten Postformingverfahren über die abgerundete Kante der Trägerplatte gepresst.



Auf oberem Bild ist im Querschnitt die obere Beschichtung des Trägermaterials erkennbar - oben HPL unten CPL.


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